Weblog - Thema: Curitiba
- 21.07.-24.07.2004: Curitiba
-
Und wieder einmal stand eine Reise an. Aus verschiedenen Gründen war das Ziel diesmal Curitiba,
die Hauptstadt des Bundeslandes Paraná. Diese Stadt liegt etwa zwischen São Paulo und Porto Alegre,
einige Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Sie gilt als eine der modernsten in Brasilien.
Nachts an der Rodoviaria angekommen, wartete schon der Bus nach São Paulo. Dort ging es dann
am späten Morgen des selben Tages nach einem Umstieg weiter nach Curitiba.
Von der dortigen Rodoviaria wurde ich von einem Freund abgeholt und zu seiner Firma Conectiva
gebracht, wo ich nach einer Vorstellungsrunde gleich einige Dinge austesten durfte.
Auch wenn es davon keine Fotos gibt, war es sehr interessant, insbesondere das im Anschluss
stattfindende Essen in einer Churrascaria mit Rodízio.
Am nächsten Morgen ging ich dann auf eigene Faust die Stadt erkunden. Von der Nähe der
Rodoviaria aus nördlich und dann an einer der Hauptverkehrsadern in Richtung Zentrum der Stadt.
Auffällig sind die mit Einlasskontrollen ausgestatteten Bushaltestellen, im Volksmund wegen
ihrer Form einfach Röhre genannt.
Einer der zentralen Plätze ist der Praça de Andrade, der vom Hauptgebäude der Bundesuniversität
UFPR auf der einen Seite und vom Theater auf der anderen flankiert wird.
Ganz in der Nähe befindet sich der größte Park im Zentrum. Um ihn herum sind Ringwege für Jogger
und Fahrradfahrer konstruiert worden. Er bietet allerlei Brücken über seine Gewässer an.
Auch etliche Tiergehege für Vögel, Affen, Reptilien und Fische sind dort untergebracht.
Zwar gibt es noch einen richtigen Zoo in Curitiba, aber allein die Auswahl der Papageien ist
schon beachtenswert.
Auf einem anderen Weg zurück ins Zentrum kommt man an einem Obelisken vorbei, der sich gegenüber
des arabischen Zentrums befindet. Dahinter befindet sich dann ein reiches Künstlerviertel.
Wieder im Zentrum angekommen erreicht man so den Praça do Tiradentes, an welchem sich auch eine
Kirche befindet. Aber der Tag war noch nicht zuende, und so konnte die Erkundungstour auf der
anderen Seite fortgesetzt werden.
In östlicher Richtung kommt man an weiteren Schulen vorbei bis zu einem Friedhof, dessen Gräber
allesamt mit großen Grabsteinen oder Grabmälen ausgestattet sind. Dies ist allgemein in der
Region eine Tradition.
Nach einer kurzen Rückkehr ging es dann nachts noch einmal auf der Haupteinkaufsstraße
(15. November) entlang bis ins Einkaufszentrum Müller, welches abgesehen vom Namen nicht allzu
deutsch erschien. Im dortigen Kino habe ich mir den Film Garfield angesehen.
Am nächsten Tag stand eine kleine Stadtrundfahrt mit der Touristikbuslinie auf dem Programm.
Etwa zwei Dutzend Sehenswürdigkeiten werden angesteuert, wobei ich nicht allzuviel Zeit hatte
und mich so mit etwa der Hälfte vergnügen musste, und an den meisten nur vorbeifuhr.
Nach einer alten Oper war allerdings der botanische Garten ein Ziel zum Aussteigen.
Den zweiten Rundgang machte ich dann am Niemeyer-Museum, welches sich der Architekt selbst
gebaut hat. Von dort aus ging es dann eine Haltestelle zurück, allerdings zu Fuß durch das
Centro Cívico, in dem sich etliche Ministerien, die Polizei und das Parlament befinden.
Den Rest des Tages habe ich im Instituto Politécnico der UFPR verbracht, wovon es allerdings leider
auch keine Fotos gibt. Am nächsten Tag bin ich vormittags noch etwas durch die Stadt geschlendert,
und Mittags dann von einem Freund zum Essen in der Vorstadt São José dos Pinhais eingeladen worden.
Dort haben wir anschließend noch den Flughafen besichtigt, bevor es schon wieder nach Hause ging.