Weblog - Thema: Debconf4

26.05.-02.06.2004: Debconf4
Jedes Jahr veranstaltet das Debian-Projekt eine offizielle Konferenz irgendwo auf diesem Planeten. Neben den VortrÃgen auf der Debconf wird auch fleissig im Rahmen des Debcamp entwickelt, welches dieses Jahr zeitgleich stattfand und somit je nach Lust und Laune ein Wechsel mÃglich war. Veranstaltungsort war das SESC im Norden der Stadt Porto Alegre/RS in Brasilien.
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Zu Beginn gab es abends eine Einführungsveranstaltung, in der der Aufbau des Netzwerkes, der Ablauf der Vorträge, die Nicht-Informatik-Veranstaltungen und ähnliches erklärt wurde. Desweiteren wurden die Sponsoren vorgestellt, welche neben der Unterkunft und Verpflegung auch einen netten Beutel voller nützlicher Geek-Utensilien zusammengestellt hatten.
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Wenn gerade kein Vortrag stattfand, und auch kein Capoeira-Workshop, fanden sich die meisten Leute im Hackerbereich ein, welche sich mit dem Haupt-Vortragssal sowie der Hotelrezeption und der internen Debconf-Infotheke im Erdgeschoss befand.
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Für alle tageslichtscheuen Personen gab es aber auch unter Tage reichlich zu tun: Der Mini-Vortragssaal, das Labor für den zukünftigen Debian-Installer und ein weiterer Treffraum waren dort untergebracht. Zudem noch ein kleiner Snackbereich...
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Das Konferenzgebäude war landschaftlich sehr schick in die Stadt eingebettet, und allgemein sehr offen für die Veranstaltung, wie beispielsweise die komplette Verkabelung der Räumlichkeiten und Aufstellung von Access-Points.
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Die Vorträge selbst reichten von GNU Autotools (vom libtool-Maintainer James Remnant gehalten) über das Konzept der Shuttleworth-Foundation (von Mark Shuttleworth, Freizeit-Astronaut aus Südafrika und Gründer einer Debian-basierten Distribution) bis zur Erklärung von Bibliotheks- und Paketabhängigkeiten, allein am ersten Tag.
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Meist überzogen die Vortragenden ihre Zeit, und zusätzlich kam noch ein unendlicher Schwall von Fragen und Diskussionen aus dem Publikum hinzu. Dies resultierte oft in der spontanen Veranstaltung eines Workshops zu dem jeweiligen Thema im Anschluß an den Vortrag.
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Abends verblieben einige Leute im Hackerraum, während andere sich lieber in die Stadt begaben, um sich das südbrasilianische (und gaúcho-) Nachtleben anzutun. Die meisten waren zum ersten Mal in Südamerika und verhalfen damit zu ansehnlichen Caipirinha-Umsätzen.
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Im Anschluss an derartige Feierlichkeiten durfte natürlich auch ein zünftiger Club nicht fehlen, so beispielsweise die "bar espiral", welche bis früh am Morgen technoide Klänge ausstrahlte.
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Am nächsten Morgen war dann wieder frühes Aufstehen angesagt, um sich Vorträge wie Componentized Linux (vom Debian-Gründer Ian Murdock) oder die Entstehung von Debian-Edu/Skolelinux (von Petter Reinholdtson und Andreas Schuldei) nicht entgehen zu lassen.
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Das Thema Debian auf dem Desktop wurde von Gustavo Noronha Silva und Rob Taylor aufgegriffen. Als Essenz kam die Nachfrage nach einem Authentifizierungs-Server sowie verstärkter Interprozesskommunikation heraus.
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Am Abend des dritten Tages gab es eine offizielle Ansprache des Debian-Projektleiters Martin Michlmayer, betitelt mit "Speech from the Throne". Seine Aufforderung, ihm eine Krone zu basteln, kam niemand nach, so dass eine Serviette dafür herhalten musste. Der Inhalt der Ansprache bezog sich aber genau darauf, nämlich daß der DPL kein Anführer von Lemmingen ist, sondern eher die Gedanken der Genies ordnen und leiten soll. Desweiteren wurde die zeitgebundene Definition von Freiheit erklärt, und daß ein freies Betriebssystem noch nie vollständig definiert wurde.
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Aber auch tagsüber konnte man den Rechnern entfliehen. Das war bei dem Vortragsangebot aber nicht allzu einfach...
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So redeten Christian Perrier und Kenshi Muto über Globalisierung von Software, und Junichi Uekawa brachte etwas Informationen über die Erstellungsmethoden von Software-Paketen. Am selben Abend fand auch noch ein Keysigning statt, was aufgrund der nachfolgenden Forro-Party etwas hektisch ausfiel...
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Am vorletzten Tag stand das Thema Weltraum wieder im Mittelpunkt. Bdale Garbee erklärte die Konstruktion und den Start von Satelliten über sein AmSat-Projekt. Mark hielt aufgrund reger Nachfrage einen Extravortrag über sein Training in Russland und den Flug zur ISS sowie der Arbeit auf der Raumstation.
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