Weblog - Thema: Rio de Janeiro

02.07.-05.07.2004: Rio de Janeiro, Cidade Maravilhosa
Ich hatte es 4 Monate lang geschafft, nicht Rio de Janeiro zu besuchen. Das sollte an diesem (verlängerten) Wochenende ein Ende haben. Nach einer fünfstündigen Fahrt durch den Süden von Minas Gerais und den Staat Rio de Janeiro kam der Exekutiv-Bus in der Hauptstadt an. Neben der Bewältigung der höheren Temperaturen musste erst einmal eine Unterkunft gesucht werden...
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Eine ideale Unterkunft stellte dann das Chelagarto im berühmten Stadtteil Copacapana dar. Gerade einmal ein paar Straßen war es vom Strand entfernt, und so machte ich mich mit ein paar Leuten aus England und den USA auf, um den Sand und den Ozean zu spüren.
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Es war erstaunlich leer am Strand, so daß man bequem überall hinlaufen konnte. Auch die Sicht in alle Richtungen war nicht getrübt. Die Leute spielten Voleyfute (Volleyball mit Fußball kombiniert) oder sonnten sich einfach nur.
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Der nächste Strand weiter westlich ist Ipanema, nicht minder berühmt als Copacabana und von diesem nur von einem Fischerdörfchen, einer Küstenfestung und einem Kletterfelsen (Ponto do Arpoador) getrennt.
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Von diesem Felsen hat man schonmal eine gute Aussicht auf die Küstenlinie der Stadt... aber es sollte alles noch besser kommen. Wir haben uns an dem Tag dann damit begnügt, in Ipanema zu baden und die von den Leuten angebotenen Dinge zu begutachten, von denen allerdings fast alles Kitsch war. Einzig die Sandburgen sind wirklich ansehnlich gewesen.
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Am nächsten Tag bin ich allein losgezogen, um das Zentrum und davon ausgehend Ziele im Norden der Stadt ansehen zu können. Mit der U-Bahn ging es zur Zentralstation, von dort aus zu Fuß in Richtung Küste immer die Rua Presidente Vargas entlang.
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An der Candelária-Kirche angekommen, waren es nur noch ein paar Meter zur Küste. Linkerhand befand sich dann die Marine, rechterhand das Zentrum. Stattdessen ging ich zurück zur Metrostation, und weiter... am Mangue-Kanal entlang, am Sambódromo vorbei, und dann mit dem Bus zum Universitätsviertel. Auf beiden Seiten waren an den Hügeln die Favelas sichtbar.
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Vom Univiertel aus konnte man recht einfach das weltgrößte Fußballstadion Maracanã erreichen. Da am selben Tag ein Spiel stattfand, war es leider nicht möglich, es von innen zu besichtigen. Aber die Gegend hatte noch mehr zu bieten, beispielsweise einen großen Park, der durch Überquerung eines Verkehrsknotenpunktes bestand, welcher U-Bahn, Zug und Stadtautobahn verband.
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Im Park war unter anderem der Zoo von Rio untergebracht. In diesem waren verstärkt Tiere aus den tropischen Regionen zu finden, wie Papageien, Krokodile und Leguane. Aber auch ein Nachttierhaus für Albinoschlangen und Fledermäuse sowie etliche Affengehege gehören dazu. Der Zoo wird gerade um einen Amazonien-Park erweitert, durch den man in einem Eisengittertrakt durchlaufen können wird.
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Auch das Nationalmuseum von Rio ist dort untergebracht, als auch diverse andere Erlebnisstätten.
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Am dritten Tag war ein Gruppenausflug fällig, welcher mit einem kleinen Bus bewerkstelligt wurde, der uns zu zwei markanten Punkten der Stadt brachte. Der erste davon ist der Berg Corcovado im Tijuca-Nationalpark, auf welchem eine übergroße und weithin sichtbare Christus-Statue steht.
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Neben dem Atlantik ist auch der Stadtsee (Largo) von dort zu sehen, welcher allein mehrere Kilometer Küstenlinie hat. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es dann zum Zuckerhut, dem Wahrzeichen der Cariocas.
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Eine Seilbahn bringt alle Besucher zuerst zu einem vorgelagerten Berg, dem Morro do Urca. Dabei werden schonmal 200 Meter Höhenunterschied bewältigt, und das dreifache an Entfernung. Man sieht von diesem Berg aus schonmal die Stadtteile Botafogo und Flamengo sowie das Zentrum mit allen Details.
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Kurz darauf fuhren wir mit der zweiten Seilbahn auf den Zuckerhut (Pão de Açucar). Da es schon abends war, beschlossen wir, dort den Sonnenuntergang zu erleben, und beobachteten aus der Ferne den Hafen, den Corcovado und die Strände.
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Nach ein paar Minuten war es dann soweit. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont und ließ einen rotgefärbten Himmel zurück. Als es dann richtig dunkel wurde, gingen in der Stadt die Lichter an, und ließen den Ruf als schönste Stadt der Welt erneut bestätigen...
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